Die Idee in einem Satz

Gäste sollen nicht einfach so registriert werden, bevor sie etwas erleben dürfen – sie sollen dabei was erleben. Jede Datenfreigabe wird durch einen konkreten neuen Vorteil belohnt, nie durch eine Hürde erzwungen.

Das Problem mit klassischem Onboarding

Auf Events steht der Gast mit dem Smartphone vor einem Exponat, scannt einen QR-Code und landet auf einem Registrierungsformular. In diesem Moment passiert in 70–80 % der Fälle dasselbe: Browser zu, weitergehen, Besucher verloren. Der Aufwand wirkt unverhältnismässig zum noch unklaren Nutzen. Klassisches „alles oder nichts“-Onboarding optimiert für die Datenbank des Veranstalters, nicht für die Customer Journey des Gastes.

Die Lösung: Drei Stufen, die aufeinander aufbauen

Statt einer Mauer am Eingang gibt es drei niedrige Schwellen und jede Schwelle wird nur dann überschritten, wenn der Gast dafür einen konkreten neuen Vorteil bekommt. Was bereits gesammelt wurde, geht beim Übergang in die nächste Stufe nicht verloren, sondern wird mitgenommen und angereichert.

Wie sich das in der Praxis anfühlt

Stufe 1: „colada Collector“: Sammeln ohne Konto. Der Gast scannt einen QR-Code am Exponat und sieht sofort den Inhalt. Keine Zwischenseite, kein Login, kein Cookie-Banner mit Widerruf-Marathon. Im Hintergrund wird über eine anonyme Geräte-ID gemerkt, was der Gast bereits gescannt oder eingelöst hat. Der Aussteller bekommt dafür anonymisierte Frequenz-Daten („wie oft wurde das Exponat angesprochen, zu welcher Tageszeit“). Der Gast bekommt: eine wachsende, persönliche Sammlung an Aussteller-Links, eingelösten Gratis-Drinks und Quiz-Punkten – alles auf dem Gerät, ohne sich je angemeldet zu haben.

Stufe 2: „Interest Builder“: E-Mail gegen echte Vorteile. Irgendwann will der Gast etwas, das ohne Adresse nicht geht: das Quiz mit Gewinnspiel, die Broschüre per Mail, das Reward, das beim nächsten Besuch noch gültig sein soll. Genau dann – und nur dann – fragt das System nach E-Mail und Vorname. Der Gast übergibt nicht „seine Daten an einen Aussteller“, sondern aktiviert eine konkrete Funktion. Wichtig: Die ganze Sammlung aus Stufe 1 wandert ins neue Profil, geht also nicht verloren.

Stufe 3: „Verified Customer“: Verbindlichkeit. Erst wenn der Gast etwas wirklich Verbindliches will, eine Testfahrt, eine Probesitzung, eine Bestellung, wird das vollständige, verifizierte Profil verlangt. An diesem Punkt ist der Gast bereits warm: er hat das Exponat gescannt, das Reward eingelöst, die Broschüre gelesen. Die Hürde fühlt sich nicht mehr wie eine Hürde an, sondern wie der logische nächste Schritt.

Warum das funktioniert: Das Prinzip dahinter

Jede Stufe folgt derselben Logik!

Was die Aussteller davon haben

Auf den ersten Blick wirkt das Modell so, als würden Aussteller weniger Daten bekommen. Tatsächlich bekommen sie mehr nutzbare Daten, weil weniger Gäste an der Eingangshürde verloren gehen. Wer in Stufe 1 nur scannt, ist statistisch sichtbar – Frequenz, Verweildauer, beliebte Kombinationen von Exponaten. Wer in Stufe 2 die E-Mail hinterlässt, hat das aktiv und freiwillig getan, was Conversion-Raten signifikant verbessert. Und wer in Stufe 3 ankommt, ist ein vorqualifizierter Lead mit hoher Abschlusswahrscheinlichkeit – kein Cold Contact von einem überforderten Formular.

Der Name ist Konzept „colada Collector“

„colada Collector“ für Stufe 1 trifft genau den Anspruch der Event-Planer: Leicht, nicht-verpflichtend. Das Sammeln ist ein Spiel, kein Onboarding. Und gerade weil es sich nicht wie eine Verpflichtung anfühlt, funktioniert es als Einstieg zu allem Weiteren!

Hier startet die Reise: Das ist der QR-Codes für den ersten Schritt: „colada Collector“

Und so geht es dann weiter: Hier sind 3 QR-Codes von möglichen Aktivitäten von Schritt 2!

Welche Aktivität darf bei deinem nächsten Event-Erlebnis nicht fehlen?